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Linke Frauenpolitik

FRAUENPOLITIK

DIE LINKE steht für die Gleichstellung von Männern und Frauen in der Gesellschaft und selbstbestimmtes Leben und Lieben. Die erkämpften Frauenrechte müssen verteidigt und ausgebaut werden. Noch immer sind Gesetze am tradierten Rollenmuster ausgerichtet.

Noch immer leben Frauen hauptsächlich in prekären Arbeitsverhältnissen, kümmern sich mehrheitlich um Familienangehörige und verdienen (deutlich) weniger als Männer. Noch immer fehlt eine tatsächliche Reform des Sexualstrafrechts in dem deutlich wird "Nein heißt Nein!". Das muss sich ändern und dafür streitet DIE LINKE. Ob im Parlament, in Bündnissen oder auf der Straße. Es ist höchste Zeit für Veränderung! Macht mit.

Gewalt gegen Frauen stoppen

Der Kampf gegen Gewalt an Frauen ist uns besonders wichtig. Nach wie vor findet sie in unserer Gesellschaft und auch in Niedersachsen alltäglich statt, oft unsichtbar im häuslichen Bereich, ohne dass sie zum öffentlichen Skandal wird. Die LINKE setzt sich dafür ein, dass Sexismus zum gesellschaftlichen „No Go“ wird, dass jeglicher Form der Abwertung von Frauen in allen gesellschaftlichen Bereichen eine entschiedene Absage erteilt wird. Wir fordern ein Strafrecht, in dem gilt: Nein heißt nein.

In der Kommune stehen wir:
► gegen jede Mittelkürzung für Frauen - und Mädchenhäuser;
► für Flächendeckende Beratungsstellen und umfassende Schutzräume für Mädchen und Frauen;
► für Frauenhäuser, die so ausgestattet sind, dass Frauen dort in Würde leben können und die Mitarbeiterinnen ein existenzsicherndes Einkommen erhalten;
► für das Angebot einer anonymen Spurensicherung nach sexueller Gewalt in allen Regionen Niedersachsens;
► für selbstverteidigungskurse für Mädchen an den Schulen;
► für Verhütungsmittel für ALG 2 Bezieherinnen, die von den Kommunen zusätzlich zum Regelsatz finanziert werden.

...für Alle. Das wollen wir !

Frauen bekommen im Durchschnitt 22 Prozent weniger Geld als Männer. Mehr als zwei Drittel der Beschäftigten im Niedriglohnbereich sind Frauen. Frauen sind durch Familienarbeit und Erwerbstätigkeit doppelt belastet. Unter den prekär Beschäftigten, Armen und Erwerbslosen haben Frauen die Mehrheit. Überwiegend übernehmen Frauen die Sorge für Kinder, Alte und Kranke – meist nicht in einem Beschäftigungsverhältnis, sondern im privat häuslichen Umfeld.
Neun von zehn Alleinerziehenden sind Frauen. Sie können häufig nicht in Vollzeit erwerbsarbeiten. Die Betreuungsangebote für Kinder und pflegebedürftige Menschen sind nicht ausreichend und lassen das nicht zu. Oft müssen sie ihre Erwerbstätigkeit für längere Zeit ganz unterbrechen. Deshalb erhalten Frauen im Durchschnitt nur die Hälfte der Rente von Männern. Sie sind besonders gefährdet, im Alter in Armut leben zu müssen. Das alles widerspricht fundamental dem im Grundgesetz verankerten Frauen- und Menschenrecht. Damit finden wir uns nicht länger ab:

DIE LINKE kämpft!


► für eine gerechte Verteilung der Arbeit - der bezahlten Lohnarbeit genauso wie der unbezahlten häuslichen Arbeit;
► für Arbeitszeitverkürzung, damit alle - Frauen und Männer - Zeit für sich selbst und für ihr Menschsein haben, das brauchen wir für eine menschliche Gesellschaft;
► für eine gerechte Verteilung des Reichtums (z.B. durch Steuerpolitik, erhöhten Mindestlohn) - damit alle in sozialer Sicherheit leben können.

Gut wohnen und arbeiten

Damit Frauen auf dem Land wie in der Stadt gut leben können, brauchen sie gut bezahlte Arbeit und bezahlbaren Wohnraum.

Wir wollen

► den Bau von jährlich 15.000 Sozialwohnungen in niedersächsischen Städten und Gemeinden mit Wohnungsmangel;
► die Bereitstellung von passenden und bezahlbaren Wohnungen für Alleinerziehende durch öffentliche Wohnungsbaugesellschaften;
► die Schaffung von qualifizierten Arbeitsplätzen durch den Ausbau öffentlicher Beschäftigungen und die bessere Bezahlung der „Frauenberufe“;
► Arbeitsbedingungen und Zeitstrukturen im Erziehungs- und Pflegebereich, die den Bedürfnissen der Betroffenen entsprechen;
► konsequente Gleichstellung in den öffentlichen Arbeitsbereichen;
► hauptamtliche Frauenbeauftragte in allen Kommunen.

Unterstützen bei Krankheit, Pflege sozialer Problemlage und kulturellem Zusammenleben

Wir fordern:

► die Sicherung der hausärztlichen Betreuung durch kommunale Gesundheitszentren mit angestellten Allgemeinmedizinern;
► wohnortnahe, gut betreute Tages - und Dauerwohnmöglichkeiten für pflegebedürftige Menschen;
► ein flächendeckendes Netz von Gemeindepfleger/innen für die Möglichkeit aufsuchender Hilfe und Beratung in sozialen Problemlagen;
► wohnortnahe kulturelle Angebote für alle Altersgruppen, die die spezifischen Interessen von Mädchen, jungen und alten Frauen berücksichtigen;
► ausreichende Finanzmittel für Vereine, initiativen und Institutionen zur Verfügung zu stellen, die Mädchen - und Fraueninteressen Raum geben.

Schule als lebensnaher Ort Wir setzen uns dafür ein:

► kleine Grundschulen zu erhalten und den jüngsten Schüler/innen lange Busfahrten zu ersparen;
► Grundschulen zu Ganztagsschulen mit kostenloser Mittagsversorgung zu machen;
► Schule zu einem Ort machen, in dem Mädchen und Jungen selbstbestimmtes Handeln lernen und geschlechtsspezifische Blockierungen abgebaut werden.


 


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